50 Jahre
SV Schönau-Berzdorf

Auf ins Jubiläumsjahr 2018

Am 1. Mai 1965 zur Gründungsversammlung wurde entschieden, der Gemeindevertretung vorzuschlagen, den Bau eines Sportplatzes zu beschließen und ein entsprechendes Gelände dafür aufzusuchen und zur Verfügung zu stellen. Unterstützt wurde dieses Vorhaben durch den Rat der Gemeinde, die Ortsgruppe der FDJ, das BKW Oberlausitz und die POS Schönau. Im Herbst des Jahres wurde dann bereits mit dem Bau des Sportplatzes begonnen. Viele Arbeiten mussten bewältigt werden, darunter Steine-lesen, legen der Drainage, Errichten der Böschungen, die Einzäunung des Platzes auf der Kläranlagenseite sowie das Einsäen des Grases und das setzen der Tore. Viele Schüler, Jugendliche und Einwohner des Dorfes halfen dabei mit. Mit wenig Geld aber viel Enthusiasmus wurden hier große Werte geschaffen.
Gründerväter Landsportgemeinschaft Traktor Schönau
Am 01. Mai 1968 war es dann soweit, der Sportplatz konnte endlich eingeweiht werden. Viele Einwohner unserer Gemeinde waren erschienen um an diesem Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens unseres Ortes teilzunehmen. Neben der Turnhalle an der „Brauerei“ hatte Schönau nun endlich auch einen Sportplatz. Kindergarten- und Brauereiwiese sowie Zachmanns Koppel als Spielstätten im Ort gehörten nun der Vergangenheit an. Mit Zwei Spielen zur Maikundgebung wurde der Sportplatz eingeweiht. Zuerst spielte unsere Nachwuchsmannschaft gegen die jungen Sportfreunde aus Deutsch Ossig. Im anschließenden Hauptspiel trennten sich die Männermannschaften von Traktor Schönau und Traktor Deutsch Ossig 3:3 unentschieden. Für Schönau trafen 2x Roland Böhmer und Joachim Wehle. Es war ein großes Spiel, dass die Zuschauer begeisterte. In der ersten Saison 1968/1969 belegte die Männermannschaft den 6. Tabellenplatz. Auch die Nachwuchsarbeit brachte Erfolg, im Spieljahr 1969/1970 wurden unsere Schüler (AK13/14) Meister des Kreises Görlitz, damit war man für die Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse qualifiziert. Diese wurden erfolgreich absolviert und man stieg tatsächlich auf.
Männermannschaft 1968
Juniorenmannschaft 1968
Viel Trainingsfleiß und die gute Arbeit der Übungsleiter waren die Voraussetzung dafür, dass am Ende des Spieljahres 1970/1971 der 3. Platz in der Bezirksklasse erreicht und somit der Aufstieg in die Bezirksliga möglich wurde. Um in der Spielserie 1971/1972 mit der Schülermannschaft in der Bezirksliga spielen zu können, war die Meldung einer Knabenmannschaft Voraussetzung. Diese wurde durch Spieler aus Dittersbach, Hagenwerder, Friedersdorf und Schönau gebildet. In diesem Spieljahr konnten nun die Fußballbegeisterten schöne und gutklassige Spiele erleben. Die Gegner kamen aus Görlitz, Zittau, Niesky, Kamenz, Bischofswerda und von Dynamo Dresden, um nur einige zu nennen. Unsere Schüler erreichten den 3. Tabellenplatz und unsere Knaben einen guten Mittelplatz. Die damaligen Betreuer und Trainer im Nachwuchsbereich waren die Sportfreunde Wilfried Zachmann, Siegfried Müller, Alfred Wiesenhütter, Günter Müller und Siegfried Jaster. Der Spieler Jürgen Horschig aus Dittersbach wurde zu Dynamo Dresden delegiert und spielte 4 Jahre dort, in dieser Zeit kam er auch zu einem Einsatz in der Junioren-Nationalmannschaft der DDR.
Schülermannschaft Bezirksliga 1972
Die größten Schwierigkeiten der Anfangsjahre 1968 bis 1975 war der Umstand, dass es keine eigenen Umkleiden- und Sanitärräume gab. Als Notbehelf dienten uns entsprechende Räume im Kläranlagen-Wärter-Häuschen bei Kurt Ebermann, im Heizungskeller der Schule und ein Wohnwagen, den uns das BKW Oberlausitz bereitstellte. Schon im Jahr 1969 bemühten wir uns um die Veränderung dieses Zustandes. Vom BKW erhielten wir eine nicht mehr benötigte Konsum-Baracke. Einige Sportfreunde rissen sie ab, um sie neben dem Sportplatz aufzubauen. 1975 bekamen wir einen Verkaufskiosk mit einer Grundfläche von 12x5 Metern. Dieser wurde über Nacht aufgebaut und hat uns mit seinen 2 Umkleideräumen und einem Schiedsrichterraum gute Dienste geleistet. Die fleißigen Helfer dieser Nacht- und Nebelaktion waren unter anderem: Manfred Heinze, Joachim Eidam, Helmut Bergmann, Norbert Sand, Dieter, Klaus und Bernd Teichert, Wilfried Zachmann, Jürgen Opitz und Siegfried Jaster. Im Jahr 1980 bekamen wir dann vom Rat der Gemeinde die Genehmigung, ein eigenes Sportlerheim zu bauen. Der Bau dauerte 3 Jahre und wurde von Sportfreund Bernd Kretschmar geleitet.